Haruki Murakami

Erste Person Singular

Inhaltszusammenfassung

KI-generierter Inhalt
Hinweis: Diese Zusammenfassung wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt und redaktionell freigegeben.

Der Band versammelt acht eigenständige Erzählungen, die sämtlich aus der Ich-Perspektive berichtet werden. Die meist männlichen Erzähler blicken auf rätselhafte Begegnungen, frühere Beziehungen oder prägende Erlebnisse zurück. Erinnerungen an Musik, Literatur und Baseball verbinden alltägliche Situationen mit Ereignissen, deren Wirklichkeit oder Bedeutung offenbleibt.

In „Auf einem Kissen aus Stein“ erinnert sich der Erzähler an eine Arbeitskollegin, mit der er während seines zweiten Studienjahres eine einzige Nacht verbrachte. Er weiß kaum noch etwas über sie und hat sogar ihren Namen und ihr Gesicht vergessen. Vor dem gemeinsamen Schlafen warnt sie ihn, dass sie möglicherweise den Namen eines anderen Mannes ausrufen werde. Sie liebt diesen Mann, obwohl er ihre Gefühle nicht erwidert und sie lediglich für gelegentliche sexuelle Treffen benutzt. Am nächsten Morgen erzählt sie dem Erzähler, sie schreibe Tanka-Gedichte. Später schickt sie ihm eine selbst hergestellte Sammlung mit dem Titel „Auf einem Kissen aus Stein“, die sie unter dem Namen Chiho veröffentlicht hat. Besonders die wiederkehrenden Bilder von Enthauptung und Trennung prägen sich ihm ein. Jahrzehnte später besitzt er das Büchlein nicht mehr, erinnert sich aber weiterhin an einzelne Verse und vermutet, dass er vielleicht der einzige Mensch ist, der Chihos Gedichte bewahrt hat.

„Crème de la Crème“ handelt von einem Erlebnis des achtzehnjährigen Erzählers. Nach einer nicht bestandenen Aufnahmeprüfung erhält er überraschend die Einladung einer ehemaligen Klavierschülerin zu einem Konzert. Er fährt zu dem angegebenen Saal auf einem Berg bei Kobe, findet dort jedoch weder eine Veranstaltung noch andere Besucher. Verunsichert setzt er sich in einen nahe gelegenen Park, wo ihn ein alter Mann auffordert, sich einen Kreis mit vielen Mittelpunkten, aber ohne Umfang vorzustellen. Der Erzähler kann das Rätsel nicht lösen. Der Alte erklärt ihm, gerade die mühsame Auseinandersetzung mit zunächst unverständlichen Dingen könne zur „Crème de la Crème“ des Lebens werden. Danach verschwindet er. Auch im Rückblick erfährt der Erzähler nicht, weshalb das Konzert nicht stattfand oder ob die Einladung eine Täuschung war.

In „Charlie Parker Plays Bossa Nova“ berichtet ein Jazzliebhaber, wie er als Student für eine Literaturzeitschrift eine Rezension über ein vollständig erfundenes Album schrieb. Der Saxofonist Charlie Parker konnte niemals Bossa Nova aufgenommen haben, weil er bereits vor der Entstehung dieser Musikrichtung gestorben war. Dennoch versieht der Erzähler das imaginäre Album mit Titeln und einer glaubhaften Entstehungsgeschichte. Rund fünfzehn Jahre später entdeckt er in einem New Yorker Plattenladen überraschend genau diese Platte. Als er am nächsten Tag zurückkehrt, ist sie verschwunden. Wieder Jahre später erscheint ihm Parker im Traum, dankt ihm dafür, durch seine Erfindung noch einmal Musik spielen zu können, und trägt ihm Bossa Nova vor. Parker spricht außerdem über Tod und Vergänglichkeit und erinnert sich an eine Melodie Beethovens, die ihn im Sterben begleitet habe.

„With the Beatles“ beginnt mit dem Bild einer schönen, unbekannten Schülerin, die 1964 mit dem Album „With the Beatles“ an der Brust durch einen Schulflur läuft. Der Erzähler sieht sie nur dieses eine Mal, doch der Augenblick wird für ihn zum Sinnbild jugendlicher Sehnsucht. Kurz darauf beginnt seine erste feste Beziehung mit Sayoko. Als er eines Tages versehentlich eine Woche zu früh zu einer Verabredung erscheint, trifft er nur ihren älteren Bruder an. Dieser leidet unter seltenen Gedächtnisausfällen und fürchtet, während einer solchen Lücke eine Gewalttat begehen zu können. Der Erzähler liest ihm aus Ryūnosuke Akutagawas „Zahnräder“ vor. Achtzehn Jahre später begegnen sich die Männer zufällig wieder. Der Bruder hat seine Krankheit überwunden und ein geordnetes Leben aufgebaut. Von ihm erfährt der Erzähler jedoch, dass Sayoko geheiratet, zwei Kinder bekommen und sich im Alter von zweiunddreißig Jahren mit Schlaftabletten das Leben genommen hat. Eine Erklärung hinterließ sie nicht. Beide Männer erkennen, wie wenig sie Sayoko trotz ihrer Nähe verstanden hatten.

In „Gesammelte Gedichte über die Yakult Swallows“ tritt der Erzähler ausdrücklich als Haruki Murakami auf. Er beschreibt seine langjährige Anhängerschaft zum Baseballteam Yakult Swallows und seine regelmäßigen Besuche im Jingu-Stadion. Obwohl die Mannschaft lange wenig erfolgreich ist, bleibt er ihr verbunden. Während der Spiele schreibt er Gedichte über Spieler, Niederlagen, Zuschauer und die besondere Atmosphäre des Stadions und stellt daraus eine angeblich im Selbstverlag erschienene Sammlung zusammen. Baseball und Schriftstellerei werden dabei auch biografisch verknüpft: Bei einem Spiel der Swallows fasst er den Entschluss, einen Roman zu schreiben, und der spätere sportliche Erfolg des Teams fällt in die Zeit seines eigenen literarischen Anfangs.

„Carnaval“ schildert die Freundschaft des etwa fünfzigjährigen Erzählers mit F*, einer zehn Jahre jüngeren, verheirateten Frau, die er äußerlich ausgesprochen unattraktiv findet. Beide teilen jedoch eine intensive Begeisterung für klassische Musik, insbesondere für Schumanns Klavierzyklus „Carnaval“. Sie hören gemeinsam verschiedene Einspielungen, diskutieren Interpretationen und besuchen Konzerte. Die Beziehung bleibt freundschaftlich; über ihr Privatleben spricht F* nur wenig. Schließlich bricht der Kontakt ohne Erklärung ab. Später sieht der Erzähler sie in den Fernsehnachrichten: F* und ihr jüngerer, gut aussehender Ehemann werden wegen eines groß angelegten Anlagebetrugs verhaftet. Der Erzähler versucht, die ihm bekannte, aufmerksame Musikliebhaberin mit der beschuldigten Betrügerin in Verbindung zu bringen, ohne diesen Widerspruch auflösen zu können.

Im „Bekenntnis des Affen von Shinagawa“ übernachtet der Erzähler in einer heruntergekommenen Pension in einem Badeort. Im Bad begegnet ihm ein alter Affe, der menschliche Sprache beherrscht, Gästen den Rücken schrubbt, Bier trinkt und Bruckner hört. Der Affe erzählt, er sei von einem Professor in Shinagawa aufgezogen worden, habe aber weder unter Menschen noch unter anderen Affen dauerhaft einen Platz gefunden. Da er sich ausschließlich in Menschenfrauen verliebt, ohne ihnen nahekommen zu können, stiehlt er gelegentlich ihre Namen. Dazu nimmt er persönliche Dokumente an sich und eignet sich einen Teil der jeweiligen Identität an. Jahre später trifft der Erzähler eine Redakteurin, die vorübergehend ihren eigenen Namen vergessen hat. Er fragt sich, ob der Affe dafür verantwortlich sein könnte.

In der Titelerzählung „Erste Person Singular“ zieht der Erzähler eines Abends ohne besonderen Anlass einen Anzug an und besucht allein eine Bar. Dort spricht ihn eine unbekannte Frau an. Sie behauptet, eine gemeinsame Freundin zu haben, der er früher etwas Schreckliches angetan habe, und fordert ihn auf, sich zu schämen. Der Erzähler kann sich weder an die Freundin noch an die Tat erinnern. Die Anschuldigung erschüttert dennoch sein Selbstbild. Als er die Bar verlässt, erscheint ihm die Außenwelt verwandelt: Die Umgebung wirkt kalt und feindselig, Menschen verlieren ihre vertrauten Gesichter, und in den Bäumen scheinen sich Schlangen zu bewegen. Ob er beschuldigt, verwechselt oder mit einem verdrängten Teil seiner Vergangenheit konfrontiert wurde, bleibt ungeklärt.

Automatisch erstellt am 12.08.2026, 08:52 Uhr.

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Vorstellung im Literaturkreis

Vorgestellt von Franzi
26. November 2025
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