Jonas Lüscher

Frühling der Barbaren

Inhaltszusammenfassung

KI-generierter Inhalt
Hinweis: Diese Zusammenfassung wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt und redaktionell freigegeben.

In der Rahmenhandlung gehen zwei Patienten durch den Garten einer psychiatrischen Klinik. Der namenlose Ich-Erzähler wird dort wegen einer Depression behandelt; bei seinem Mitpatienten Preising ist noch unklar, wie dessen Zustand diagnostisch einzuordnen ist. Preising erzählt seinem Begleiter von einer Geschäftsreise nach Tunesien. Dabei erscheint er von Beginn an als wohlhabender, gebildeter, aber auffallend passiver Mann, der Entscheidungen gern anderen überlässt und selbst in dringlichen Situationen Gründe findet, nicht einzugreifen.

Preising hat ein Schweizer Familienunternehmen geerbt, das ursprünglich Fernsehantennen herstellte und beim Aufkommen des Kabelfernsehens vor dem Ruin stand. Gerettet wurde die Firma durch den jungen Techniker Prodanovic, der eine erfolgreiche elektronische Schaltung entwickelte. Das inzwischen international tätige Unternehmen heißt Prixxing und beschäftigt rund 1500 Menschen. Obwohl Preising offiziell an seiner Spitze steht und die Beständigkeit des Familienbetriebs verkörpert, führt Prodanovic tatsächlich die Geschäfte. Er schickt Preising nach Tunesien, wo ein Zulieferunternehmen Teile für Prixxing zusammensetzt.

Bereits im Vorjahr hatte Preising dort den Unternehmer Moncef Daghfous getroffen, der ihm besonders niedrige Produktionskosten versprach. Hinweise auf Kinderarbeit brachten Preising in einen moralischen Konflikt, führten jedoch zu keiner Entscheidung. Auch Daghfous’ Versuch, ihn durch das Angebot einer seiner Töchter für das Geschäft zu gewinnen, beantwortete er nicht eindeutig. Während der Verhandlungen wurde Daghfous zu einem Brand in einem seiner Phosphatwerke gerufen und kam bei einer Explosion ums Leben. Bei seiner neuen Reise verhandelt Preising deshalb mit dessen Konkurrenten Slim Malouch, der sein Geschäft von der Phosphatindustrie auf die Telekommunikationsbranche ausweiten will.

Slim und seine älteste Tochter Saida empfangen Preising in Tunis. Saida leitet mehrere Hotels ihres Vaters und bringt ihn nach einem Aufenthalt in der Hauptstadt zum luxuriösen Thousand and One Night Resort in der Oase Tschub. Unterwegs stoßen sie auf einen Reisebus, der in eine Kamelherde gefahren ist. Fast alle Tiere sind tot; auch das letzte überlebende Kamel wird erschossen. Der Kameltreiber hat damit seine wirtschaftliche Grundlage verloren. Preising erkennt, dass er ihm ohne Mühe helfen könnte, bleibt jedoch untätig, weil er sich nicht in Saidas Angelegenheiten einmischen möchte.

Im Resort trifft Preising auf eine große britische Hochzeitsgesellschaft. Marc Rajani Greyling und Kelly Ibbotson wollen dort mit etwa siebzig Angehörigen und Freunden heiraten. Viele der jungen Gäste arbeiten in der Londoner Finanzwelt, verfügen über hohe Einkommen und behandeln ihren Aufenthalt ebenso wie ihre Geschäfte als anspruchsvolles Spiel. Obwohl aus Großbritannien bereits beunruhigende Nachrichten über Banken und Finanzmärkte eintreffen, feiern sie unbekümmert weiter. Preising kommt besonders mit Marcs Eltern in Kontakt. Pippa Greyling ist Lehrerin, ihr Mann Sanford Soziologe. Beide stehen dem Lebensstil ihres Sohnes und der kostspieligen Hochzeit distanziert gegenüber. Ihre Ehe ist zudem durch den Tod ihrer Tochter Laura belastet, die bei einem Schiffsbrand ums Leben kam.

Sanford möchte in der Wüste alte Mehrkammerbauten untersuchen und nimmt Preising mit. Saida warnt vor Entführungsgefahr und verlangt, dass der Bademeister Rachid sie begleitet. Sanford lässt ihn jedoch absichtlich zurück. Während der Fahrt bemerken die beiden Männer ein Fahrzeug, das ihnen folgt, und vermuten, Saida habe zu ihrer Sicherheit eine Überwachung organisiert. Sie finden schließlich einen verschlossenen Mehrkammerbau und kehren unverletzt zurück. Später wird Preising zur Hochzeit eingeladen. Die Feier ist aufwendig und ausschweifend; Pippa trägt ein Gedicht vor, verliert dabei jedoch zunehmend ihre Sicherheit. Sanford beginnt sich unterdessen Jenny, der jungen Organisatorin der Hochzeit, zuzuwenden und erklärt schließlich, Pippa verlassen zu wollen.

Während die Gesellschaft nach dem Fest schläft, bricht das britische Finanzsystem zusammen. Der Börsenhandel wird eingestellt, das Pfund verliert massiv an Wert, Banken werden insolvent und der Premierminister verkündet den Staatsbankrott. Die meisten Hochzeitsgäste verlieren innerhalb kurzer Zeit Vermögen und Arbeitsplätze. Ihre Kreditkarten und Mobiltelefone werden gesperrt, während die in tunesischen Dinar berechnete Hotelrechnung durch den Währungsverfall unbezahlbar wird. Saida versucht vergeblich, die Karten noch zu belasten. Danach stellt sie den Service ein, lässt nur ein karges Frühstück ausgeben und fordert die Gesellschaft auf, das Resort zu verlassen. Preising ist als Schweizer und zahlungsfähiger Einzelgast von diesen Maßnahmen ausgenommen.

Gleichzeitig verschärft sich die politische Lage in Tunesien. Eine neue revolutionäre Bewegung nutzt die internationale Krise, um gegen die wirtschaftlich mächtigen Familien des Landes vorzugehen. Slim Malouch wird festgenommen, nach seinem Sohn wird gesucht, und auch Saida muss mit ihrer Verhaftung rechnen. Das Personal verlässt das Resort, der Koch nimmt das letzte Fahrzeug sowie die Schlüssel zu den Vorratsräumen mit. Die gestrandeten Gäste reagieren auf ihren sozialen und finanziellen Absturz mit Wut, Alkohol und Gewalt. Unter Führung des Bankmanagers Quicky brechen sie einen Getränkekühlschrank auf und versuchen anschließend, sich Zugang zu den verschlossenen Kühlkammern zu verschaffen.

Als dies misslingt, bewaffnen sich einige Gäste mit Küchenmessern und wollen das bei der Hochzeit verwendete Kamel schlachten. Sanford hatte zuvor von einem angeblichen Festgericht erzählt, bei dem ein Kamel mit mehreren Tieren gefüllt werde. Als Rachid mit seiner Hündin und deren Welpen erscheint, versucht er, die Tiere zu schützen. Ein Gast schlägt ihn mit einem Tennisschläger nieder; Rachid fällt bewusstlos in den Swimmingpool und ertrinkt. Quicky tötet die Hunde und das Kamel. Beim Versuch, das Tier über einem großen Feuer zuzubereiten, geraten die Palmen und schließlich die gesamte Anlage in Brand.

Saida, ihr Fahrer und Preising entkommen in einem herbeigerufenen Wagen nach Tunis. Dort besucht Preising eine Produktionsstätte, in der Teile für Prixxing gefertigt werden. Er entdeckt, dass dort unter schlechten Bedingungen vor allem aus dem Südsudan geflohene Kinder arbeiten, obwohl Slim Malouch Preise für erwachsene Fachkräfte berechnet hat. Nach einem Hinweis an die Behörden werden Saida und Preising festgenommen. Preising gelangt als Schweizer Staatsbürger zur Botschaft und wird ausgeflogen; Saidas weiteres Schicksal bleibt offen. Nach seiner Rückkehr überlässt er die Konsequenzen erneut anderen. In der Klinik beendet er seinen Bericht, ohne dem Zuhörer eindeutig zu erklären, was aus den Ereignissen zu lernen sei.

Automatisch erstellt am 12.08.2026, 08:47 Uhr.

Literatur-Assistent

Über dieses Buch sprechen

Stelle Fragen zu diesem Buch, diskutiere Interpretationen oder vergleiche es mit anderen Büchern unseres Literaturkreises.

Gespräch beginnen

Vorstellung im Literaturkreis

Vorgestellt von Elisabeth
28. Oktober 2025
Zurück zur Bücherliste