Salman Rushdie

Harun und das Meer der Geschichten

Inhaltszusammenfassung

KI-generierter Inhalt
Hinweis: Diese Zusammenfassung wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt und redaktionell freigegeben.

Harun Khalifa lebt mit seinen Eltern in einer namenlosen, von Traurigkeit erfüllten Stadt im Land Alifbay. Sein Vater Raschid ist ein berühmter Geschichtenerzähler, der als „Schah von Blah“ ein großes Publikum begeistert. Niemand weiß, woher er seine unerschöpflichen Geschichten nimmt. Haruns Mutter Soraya singt häufig, verstummt jedoch zunehmend. Der missgünstige Nachbar Herr Sengupta hält Raschids Erzählungen für nutzlose Lügen und fragt, welchen Wert Geschichten hätten, die nicht wahr seien. Dieser Gedanke beschäftigt auch Harun. Am ersten Regentag verlässt Soraya ihren Mann und ihren Sohn, um mit Sengupta fortzugehen. Es ist genau elf Uhr, und sämtliche Uhren im Haus bleiben stehen. Der verzweifelte Raschid zerstört sie. Harun kann sich fortan nicht länger als elf Minuten auf eine Sache konzentrieren. Zugleich verliert Raschid seine Fähigkeit zu erzählen, und Harun fürchtet, dies durch seine Zweifel an den Geschichten mitverschuldet zu haben.

Kurz darauf nimmt Raschid einen Auftrag eines korrupten Politikers an. Er soll bei Wahlkampfveranstaltungen auftreten und mit seinen Geschichten die Wähler für dessen Seite gewinnen. Harun begleitet ihn. Beim ersten Auftritt bringt Raschid jedoch keine Erzählung hervor, sondern nur unverständliche Laute. Die Helfer des Politikers bedrohen ihn und setzen Vater und Sohn an einem Busbahnhof ab. Dort begegnen sie dem halsbrecherisch fahrenden Herrn Butt, der sie in das Tal von K bringt. Auf dem Trübsee werden sie vom Politiker Buttoo empfangen. Da sich die Umgebung nach den Stimmungen der Menschen richtet, lösen der Streit und die schlechte Laune der Erwachsenen Nebel, Wind und gefährlichen Wellengang aus. Erst als Harun Ruhe verlangt und Raschid an glückliche Dinge denken lässt, beruhigt sich das Wetter.

In der Nacht entdeckt Harun auf dem Hausboot einen kleinen Mann, der an einem unsichtbaren Geschichtenhahn arbeitet. Es ist der Wasser-Dschinn Iff, der Raschids Zufuhr von Geschichtenwasser abstellen soll, weil der Erzähler seinen Dienst angeblich gekündigt hat. Harun nimmt Iff das dazu benötigte Werkzeug ab und verlangt, zur zuständigen Behörde gebracht zu werden. Gemeinsam fliegen sie auf Butt, einem mechanischen Wiedehopf, zum verborgenen Mond Kahani. Dort befindet sich das Meer der Geschichten, dessen Strömungen alle jemals erzählten und noch möglichen Geschichten enthalten. Iff gibt Harun Wunschwasser, mit dem er sein Konzentrationsproblem beheben könnte. Harun kann den Wunsch jedoch nicht lange genug festhalten. Als er anschließend eine Geschichte aus dem Meer trinkt, gerät er in eine verdorbene Prinzessinnenrettungsgeschichte. Damit wird deutlich, dass das Geschichtenmeer vergiftet wird.

Kahani ist in zwei gegensätzliche Reiche geteilt. Auf der hellen Seite liegt Gup, dessen Bewohner unablässig reden, diskutieren und widersprechen. Auf der dunklen Seite befindet sich Chup, wo Schweigen und Finsternis herrschen. Beide Gebiete sind durch eine Zone ewiger Dämmerung voneinander getrennt. Auf dem Weg nach Gup begegnet Harun dem schwimmenden Gärtner Mali und den Vielmaulfischen Goopy und Bagha, die verschmutzte Geschichtenströme reinigen können. In Gup erfährt Harun, dass Khattam-shud, der Kultmeister des Schweigens und Herrscher von Chup, Prinzessin Batcheat entführen ließ. Außerdem vergiften seine Anhänger das Geschichtenmeer und wollen dessen Quelle verschließen. König Chattergy, Prinz Bolo, General Kitab und der Walross genannte Leiter der Geschichtenwasserbehörde bereiten deshalb einen Feldzug gegen Chup vor.

Ein vermeintlicher Spion wird vor den Hof gebracht und erweist sich als Raschid. Er ist ebenfalls nach Kahani gelangt und hat in der Dämmerungszone beobachtet, wie die Prinzessin verschleppt wurde. Raschid schließt sich dem Heer von Gup an. Harun lernt außerdem den jungen Pagen Blabbermouth kennen, der in Wahrheit ein als Junge verkleidetes Mädchen ist und ausgezeichnet jonglieren kann. Während des Marsches nach Chup wird offen über die Pläne der Heerführer gestritten. Harun wundert sich über die Uneinigkeit, erkennt aber, dass die Guppees gerade durch ihre Gespräche, ihre gegenseitige Kritik und ihr Vertrauen handlungsfähig bleiben.

An der Küste von Chup begegnet das Heer Mudra, einem Krieger, der sich von Khattam-shud abgewandt hat. Er verständigt sich durch eine kunstvolle Gebärdensprache und erklärt, dass Khattam-shud seinen eigenen Schatten von sich trennen kann. Dadurch kann der Herrscher an zwei Orten zugleich auftreten. Während eine Gestalt in der Zitadelle von Chup die gefangene Batcheat bewacht, leitet die andere auf einem gewaltigen Schattenschiff die Vergiftung des Meeres. Das Unternehmen teilt sich: Prinz Bolo, Raschid, Mudra und das Heer ziehen zur Zitadelle, während Harun mit Iff, Butt, Mali, Goopy und Bagha zur alten Zone des Geschichtenmeeres aufbricht, wo dessen Quelle liegt.

In der zunehmenden Kälte und Dunkelheit müssen Goopy und Bagha zurückbleiben. Chupwalas fangen Harun, Iff und Butt mit einem künstlichen Netz aus Finsternis und bringen sie auf Khattam-shuds Schiff. Butt wird sein mechanisches Gehirn abgenommen. Khattam-shud führt die Gefangenen durch seine Anlage und erläutert seinen Plan: Geschichten seien gefährlich, weil sie sich nicht vollständig beherrschen ließen. Daher lasse er Gift in die Ströme leiten und bereite einen riesigen Pfropfen vor, der die Quelle des Geschichtenmeeres für immer verschließen soll. Mali gelangt unbemerkt an Bord und zerstört den Generator der Giftfabrik. Harun nimmt Butts Gehirn an sich, entkommt im Taucheranzug und erkennt in der Tiefe, dass die Quelle noch nicht vernichtet ist.

Harun benutzt nun das verbliebene Wunschwasser. Trotz seiner bisherigen Konzentrationsschwäche hält er seinen Wunsch elf Minuten lang fest: Kahani soll sich wieder drehen. Als der Mond zu rotieren beginnt, erreicht Sonnenlicht erstmals das Reich Chup. Das Schattenschiff und seine künstliche Dunkelheit lösen sich auf, während Harun Iff, Mali und Butt rettet. Gleichzeitig besiegt das Heer von Gup die Chupwalas, die durch Misstrauen und den Kampf mit ihren eigenen Schatten geschwächt sind. Die Zitadelle aus schwarzem Eis schmilzt. Prinzessin Batcheat wird rechtzeitig befreit, und Khattam-shud kommt unter der einstürzenden Statue des schweigenden Gottes Bezaban ums Leben. Danach heiraten Batcheat und Bolo.

Als Belohnung darf Harun sich ein glückliches Ende wünschen. Er bittet nicht nur um persönliches Glück, sondern darum, dass auch seine traurige Heimatstadt wieder Freude finden möge. Harun und Raschid kehren nach Alifbay zurück. Bei der nächsten Wahlkampfveranstaltung erzählt Raschid die gesamte Geschichte ihres Abenteuers. Die Zuhörer erkennen darin den Machtmissbrauch des Politikers Buttoo, wenden sich gegen ihn und vertreiben ihn. Zu Hause erfahren Vater und Sohn, dass die Stadt ihren Namen wiedergefunden hat: Sie heißt Kahani, also „Geschichte“. Soraya ist zurückgekehrt, nachdem sie ihren Fehler erkannt hat, und Raschid nimmt sie wieder auf. An Haruns Geburtstag funktionieren die Uhren erneut. Die stillstehende Zeit ist vorüber, Raschid kann wieder erzählen, Soraya singt wieder, und Haruns Familie ist wieder vereint.

Automatisch erstellt am 12.08.2026, 02:25 Uhr.

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Vorstellung im Literaturkreis

Vorgestellt von Stefanie
5. Juni 2024
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