Iris Wolff

Die Unschärfe der Welt

Inhaltszusammenfassung

KI-generierter Inhalt
Hinweis: Diese Zusammenfassung wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt und redaktionell freigegeben.

Der Roman erzählt in sieben miteinander verbundenen Abschnitten von vier Generationen einer Familie und ihres Freundeskreises. Im Zentrum steht Samuel, dessen Leben aus wechselnden Perspektiven sichtbar wird. Die Handlung beginnt Anfang der 1970er-Jahre in einem abgelegenen Dorf im rumänischen Banat. Samuels Eltern, der junge evangelische Pfarrer Hannes und seine Frau Florentine, sind aus der Stadt dorthin gezogen. Das Pfarrhaus mit seinem Garten wird zu einem beständigen Mittelpunkt, während politische Umbrüche, Auswanderung und persönliche Verluste die Menschen voneinander entfernen.

Florentine ist schwanger und freundet sich mit der Dorfbewohnerin Nika an, die ebenfalls ein Kind erwartet. Nika und ihr Mann Paul haben bereits drei Kinder und können kein weiteres ernähren. Weil Schwangerschaftsabbrüche unter dem Ceaușescu-Regime verboten sind, versucht Nika, die Schwangerschaft selbst zu beenden, und stirbt an den Folgen. Auch Florentine bekommt Blutungen. Ein Fischhändler bringt sie mit dem Pferdeschlitten durch den Schnee zum Bahnhof, von wo sie nach Arad ins Krankenhaus gelangt. Dort muss sie glaubhaft machen, dass sie keinen Abbruch versucht hat, bevor sie behandelt wird. Ihre Schwangerschaft bleibt bestehen, und sie bringt Samuel zur Welt.

Samuel spricht während seiner ersten Lebensjahre nicht. Als er zweieinhalb Jahre alt ist, nehmen Florentine und Hannes zwei junge Reisende aus der DDR auf: Benedikt, genannt Bene, und Lothar. Die beiden Studenten sind auf dem Weg zum Schwarzen Meer, bleiben jedoch längere Zeit im Pfarrhaus. Florentine erkennt, dass sie ein Liebespaar sind. Ihre Anwesenheit weckt zugleich das Misstrauen der Behörden. Der slowakische Nachbar Konstanty Novac erkundigt sich auffällig nach den Gästen. Hannes wird daraufhin von der Polizei verhört und soll künftig über seine Besucher berichten. Er weigert sich innerlich, Teil des Überwachungsapparats zu werden. Als erneut Schnee fällt, spricht Samuel schließlich sein erstes Wort: das rumänische Wort für Schnee.

Das Dorfleben ist von Mangel, Angst und gegenseitiger Beobachtung geprägt. Konstanty steht auf der Seite des Regimes und profitiert von seiner Nähe zur Partei, während seine Frau Malva mit Florentine befreundet ist. Die Kinder Samuel und Stana, Konstantys und Malvas Tochter, wachsen eng miteinander auf. Samuel ist zurückhaltend, sprachbegabt und empfindlich gegenüber Ungerechtigkeit. Sein wichtigster Freund wird Oswald, genannt Oz, einer der Söhne des verwitweten Paul. Als ein Lehrer Oz ungerecht behandelt, stellt Samuel sich gegen ihn. Zwischen Samuel und Stana entwickelt sich aus der Kindheitsfreundschaft später eine Liebesbeziehung.

Eine weitere Zeitebene führt zu Samuels Großmutter Karline. Sie stammt aus einer wohlhabenden siebenbürgischen Familie. Ihr Vater betrieb eine erfolgreiche Wollwäscherei und hatte eine Maschine namens „Leviathan“ entwickelt. Karline erinnert sich an die Zeit der rumänischen Monarchie und daran, dass König Michael ihr einmal die Hand gab. Ihren ersten Sohn Hannes brachte sie während der Besichtigung eines Passagierschiffs im Hafen von Constanța zur Welt. Nach dem Zweiten Weltkrieg werden der König abgesetzt und Karlines Familie enteignet. Der Verlust des Besitzes und der früheren gesellschaftlichen Stellung begleitet ihr weiteres Leben, ohne ihre Bindung an die Vergangenheit zu lösen.

Als junge Erwachsene leiden Samuel, Stana und Oz zunehmend unter den politischen Verhältnissen. Oz will Rumänien verlassen, erhält jedoch keine Genehmigung. Ein Versuch mit gefälschten Papieren scheitert; bei einem Verhör wird er geschlagen. Auch das von korrupten Vermittlern verlangte Bestechungsgeld kann er nicht aufbringen. Samuel beschließt deshalb, seinem Freund zur Flucht zu verhelfen. Er hat gelernt, ein landwirtschaftlich genutztes Propellerflugzeug zu steuern, stiehlt die Maschine und fliegt mit Oz nach Österreich. Von dort gelangen beide in die Bundesrepublik und schließlich auf eine ostfriesische Insel. Samuel lässt dabei Stana, seine Eltern und seine Heimat zurück.

Im Westen findet Oz zunächst Hoffnung in seiner Beziehung zu Mina, einer jungen Bedienung. Samuel hält Abstand zu ihr und denkt weiterhin an Stana. Als Oz erkennt, dass Mina seine Gefühle nicht erwidert und einen anderen Mann küsst, verliert er den Halt. Er schwimmt weit ins Meer hinaus und kehrt nicht zurück. Samuel bleibt allein zurück. Auf der Insel begegnet er Bene, der inzwischen ebenfalls aus der DDR geflohen ist. Bene hatte nach der Trennung von Lothar seine Heimat in einem Lastwagen verlassen und sich in Ostfriesland als Buchhändler ein neues Leben aufgebaut. Er erkennt in Samuel das Kind aus dem Banater Pfarrhaus wieder.

Nach dem Zusammenbruch des Ceaușescu-Regimes fahren Bene und Samuel Ende 1989 nach Rumänien. Florentine und Hannes empfangen ihren Sohn im Pfarrhaus. Dort wartet auch Stana mit dem kleinen Mädchen Livia. Samuel erfährt, dass Livia seine Tochter ist. Stana und die Familie hatten ihm ihre Existenz verschwiegen, weil sie verhindern wollten, dass er während der Diktatur zurückkehrt und wegen des Flugzeugdiebstahls und der Flucht verhaftet wird. Nach der politischen Wende ziehen Samuel und Stana mit Livia nach Süddeutschland; später bekommen sie einen Sohn namens Jarik. Stana beendet ihr Architekturstudium, während Samuel verschiedene Tätigkeiten ausübt, ohne sich dauerhaft an einen Beruf zu binden.

Auch Karline und ihr Mann Johann übersiedeln nach Baden-Württemberg, wo bereits zwei ihrer Söhne leben. Johann stirbt, Karline folgt ihm ein Jahr später. Zu ihrer Beerdigung kommen die über mehrere Länder verstreuten Angehörigen und Freunde zusammen, darunter Florentine, Hannes, Malva und Bene mit seinem neuen Lebensgefährten Lorenzo. Die unterschiedlichen Sprachen der Familie zeigen, wie sehr sich ihre Lebenswege verändert haben. Livia erhält von ihrem Patenonkel Bene einen Zauberkasten und lernt, dass beim Zaubern Erzählen und Ablenkung zusammengehören. Später fährt sie mit Freunden zu einem Konzert, das unerwartet ausfällt. Auf der Rückfahrt zwingt starker Schneefall die Jugendlichen zu einer Übernachtung an einer Autobahntankstelle. Damit endet die Familiengeschichte erneut im Schnee, der bereits Samuels Geburt und sein erstes gesprochenes Wort begleitet hatte.

Automatisch erstellt am 11.08.2026, 23:56 Uhr.

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Vorstellung im Literaturkreis

Vorgestellt von Angela?
8. Dezember 2021
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