Imre Kertesz

Roman eines Schicksallosen

Inhaltszusammenfassung

KI-generierter Inhalt
Hinweis: Diese Zusammenfassung wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt und redaktionell freigegeben.

Der vierzehnjährige György Köves lebt 1944 in Budapest bei seinem Vater und seiner Stiefmutter. Seine leibliche Mutter wohnt getrennt von ihnen und beansprucht ebenfalls seine Zuneigung. Zu Beginn darf György der Schule fernbleiben, weil sein Vater zum jüdischen Arbeitsdienst eingezogen wird. Gemeinsam besorgt die Familie die vorgeschriebene Ausrüstung. Das Geschäft des Vaters wird dem nichtjüdischen Angestellten Sütő überlassen. Am letzten Abend kommen Verwandte und Nachbarn, darunter die Herren Steiner und Fleischmann, um Abschied zu nehmen. Während die Erwachsenen über die politische Lage, das jüdische Schicksal und mögliche Rettung spekulieren, nimmt György ihre Erklärungen hin, ohne deren Tragweite vollständig zu erfassen. Sein Vater trägt ihm auf, bei der Stiefmutter zu bleiben.

Zwei Monate später arbeitet György mit anderen jüdischen Jugendlichen in der Shell-Raffinerie auf der Donauinsel Csepel. Sein Arbeitsausweis gestattet ihm trotz der antijüdischen Bestimmungen, die Stadtgrenze zu überschreiten. Er besucht regelmäßig seine leibliche Mutter und verbringt Zeit mit der gleichaltrigen Nachbarin Annamaria. Zwischen beiden entwickelt sich eine vorsichtige Annäherung. In einem Gespräch mit Annamaria und deren Schwester wird György mit der Frage konfrontiert, was einen Menschen zum Juden mache. Er hält die gesellschaftliche Kennzeichnung durch den gelben Stern für entscheidender als eine angeborene Besonderheit. Die Verfolgung erscheint ihm deshalb als Ergebnis äußerer Umstände, doch er zieht daraus zunächst keine Folgerungen für seine eigene Gefährdung.

Auf dem Weg zur Arbeit wird sein Autobus von einem ungarischen Polizisten angehalten. Alle jüdischen Fahrgäste müssen aussteigen. György vertraut auf die Gültigkeit seiner Papiere und glaubt an eine vorübergehende Kontrolle. Zusammen mit seinen Arbeitskameraden und den jüdischen Insassen weiterer Busse wird er jedoch festgehalten. Obwohl einzelne Gefangene während eines Marsches fliehen, bleibt György bei der Gruppe, weil ihm das Fortlaufen ungehörig und unvernünftig erscheint. Nach mehreren Zwischenstationen werden die Festgenommenen in einer Ziegelei zusammengepfercht. Dort melden sich György und viele andere freiwillig zur Arbeit in Deutschland, da sie auf geordnete Verhältnisse und eine bessere Behandlung hoffen. Stattdessen werden sie in überfüllten Güterwagen ohne ausreichendes Wasser deportiert.

Nach einer mehrtägigen Fahrt erreicht der Transport Auschwitz-Birkenau. Häftlinge raten György, sich als Sechzehnjähriger auszugeben. Bei der Selektion folgt er diesem Rat und wird als arbeitsfähig eingestuft, ohne zu wissen, dass er damit der unmittelbaren Ermordung entgeht. Alte Menschen, kleine Kinder, Kranke und ihre Begleiter werden von seiner Gruppe getrennt. György durchläuft Entkleidung, Rasur, Desinfektion und Einkleidung. Anfangs bewundert er die Ordnung und das selbstsichere Auftreten der deutschen Soldaten, während ihm die ausgemergelten Häftlinge fremd und verdächtig erscheinen. Erst allmählich erfährt er, dass der eigentümliche Geruch aus den Krematorien stammt und die Ausgesonderten in Gaskammern getötet werden. Nach wenigen Tagen wird er nach Buchenwald weitertransportiert. Das dortige Lager erscheint ihm im Vergleich zu Auschwitz übersichtlicher und erträglicher, doch schon bald folgt eine weitere Verlegung in das Außenlager Zeitz.

In Zeitz beginnt der eigentliche Arbeitsalltag. György erhält eine Nummer und wird Teil eines Systems aus Appellen, Zwangsarbeit, Hunger, Schlägen und ständigem Tauschhandel. Eine wichtige Bezugsperson wird der ältere ungarische Häftling Bandi Citrom. Er erklärt György die Regeln des Überlebens: wie man sich in der Kolonne bewegt, bei der Essensausgabe einen günstigeren Platz erreicht, seine wenigen Gegenstände schützt und Kräfte spart. Anfangs kann György sich anpassen. Er arbeitet, hält sich sauber und denkt an die Rückkehr nach Budapest. Die Lebensmittelrationen werden jedoch geringer, während die Arbeit immer schwerer wird. Kälte, Regen, schlechte Kleidung und Misshandlungen schwächen ihn. Nach der Flucht einiger Gefangener muss das ganze Lager stundenlang antreten; die wieder eingefangenen Männer werden öffentlich gehängt. György erlebt, wie die Solidarität mit den Flüchtlingen in Zorn umschlägt, weil alle für ihren Fluchtversuch bestraft werden.

Mit der Zeit verliert György seine körperliche Kraft und sein Interesse an der Umgebung. Was ihm früher unerträglich erschienen wäre, wird zum Alltag. Er vernachlässigt seine Körperpflege, leidet an Durchfall und kann die Arbeitslast kaum noch bewältigen. Als er einen Zementsack fallen lässt, wird er schwer geschlagen. Bandi versucht zunächst, ihn aufzurichten, erkennt dann aber, dass György zu einem der apathischen, dem Tod nahen Häftlinge wird. Eine Entzündung am Knie zwingt György schließlich ins Krankenrevier. Die Wunde wird aufgeschnitten; später entsteht eine weitere Entzündung an seiner Hüfte. Läuse befallen seinen ausgezehrten Körper, und neben ihm sterben andere Kranke. Als nicht mehr arbeitsfähiger Häftling wird er nach Buchenwald zurückgeschickt. Während des Transports liegt er zwischen Sterbenden und Toten und rechnet mit seinem Ende.

In Buchenwald erwacht sein Lebenswille durch den Geruch von Suppe. Entgegen seiner Erwartung wird er gebadet, medizinisch versorgt und in eine Krankenstation gebracht. Ein Arzt und mehrere Häftlingspfleger kümmern sich um ihn; zusätzliche Nahrung ermöglicht eine langsame Erholung. György bleibt misstrauisch und vermutet zunächst, dass seine Pflege einem unbekannten Zweck dienen müsse. Während die Front näher rückt, leert sich das Lager. Schließlich verschwinden die SS-Wachen, und über Lautsprecher wird die Befreiung verkündet. Für György wird sie zunächst weniger durch das Wort Freiheit als durch die Aussicht auf eine warme Mahlzeit konkret.

Nach Kriegsende kehrt György nach Budapest zurück. Bei einem Zwischenhalt sucht er die Familie Bandis auf, doch sein Freund ist noch nicht heimgekehrt. In Budapest begegnet György einem Journalisten, der seine Erfahrungen als Hölle bezeichnet und darüber schreiben möchte. György widerspricht dieser vereinfachenden Vorstellung: Im Lager sei alles Schritt für Schritt geschehen, wobei jeder einzelne Schritt eine Anpassung verlangt habe. Er wirft die Adresse des Journalisten fort und geht zu seiner früheren Wohnung, die inzwischen von Fremden bewohnt wird. Von Steiner und Fleischmann erfährt er, dass sein Vater gestorben ist, seine Mutter lebt und seine Stiefmutter Sütő geheiratet hat.

Die Nachbarn raten ihm, die Vergangenheit zu vergessen und ein neues Leben anzufangen. György erklärt, dass niemand von vorn beginnen könne; er könne nur sein bereits begonnenes Leben fortsetzen. Auch die Lagerzeit lasse sich nicht aus seinem Leben entfernen. Selbst dort habe es zwischen den Qualen Augenblicke gegeben, die er als Glück empfunden habe. Seine Gesprächspartner reagieren mit Unverständnis, weil sie darin einen Vorwurf oder eine Verharmlosung sehen. György verlässt sie und macht sich auf den Weg zu seiner Mutter. Er ist entschlossen weiterzuleben und, wenn man ihn ernsthaft fragt, von seinen Erfahrungen so zu berichten, wie er sie tatsächlich erlebt hat.

Automatisch erstellt am 12.08.2026, 01:34 Uhr.

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Vorstellung im Literaturkreis

Vorgestellt von Helke
29. März 2023
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