Fedor Dostojewski

Der Spieler

Inhaltszusammenfassung

KI-generierter Inhalt
Hinweis: Diese Zusammenfassung wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt und redaktionell freigegeben.

Der junge Russe Alexej Iwanowitsch arbeitet im fiktiven deutschen Kurort Roulettenburg als Hauslehrer bei einem pensionierten General. Er gehört zum Gefolge der Familie, besitzt darin aber eine unsichere und gesellschaftlich untergeordnete Stellung. Seine Aufmerksamkeit gilt fast ausschließlich Polina Alexandrowna, der stolzen und wechselhaften Stieftochter des Generals. Alexej liebt sie leidenschaftlich und erklärt sich bereit, jeden Auftrag für sie auszuführen. Polina begegnet ihm bald vertraulich, bald verächtlich. Sie weiß um seine Abhängigkeit und reizt ihn, ohne ihm Klarheit über ihre eigenen Gefühle oder ihre bedrängte Lage zu geben.

Der General lebt weit über seine Verhältnisse und ist bei dem französischen Marquis de Grieux hoch verschuldet. Seine letzte Hoffnung richtet sich auf den Tod einer reichen Verwandten in Moskau, die innerhalb der Familie „Großmutter“ oder „Babulenka“ genannt wird. Von ihrem erwarteten Erbe hängt auch seine geplante Heirat mit Mademoiselle Blanche ab. Blanche gibt sich als vornehme Französin aus, ist jedoch vor allem an Geld und gesellschaftlichem Rang interessiert. Solange der General als künftiger Erbe gilt, lässt sie sich von ihm umwerben. De Grieux wiederum hat sich durch seine Darlehen Zugriff auf den Familienbesitz verschafft und steht zugleich in einer undurchsichtigen Beziehung zu Polina.

Polina übergibt Alexej Geld und verlangt, dass er am Roulettetisch für sie spielt. Obwohl er die Atmosphäre des Kasinos zunächst ablehnt, glaubt er fest daran, durch entschlossenes Setzen gewinnen zu können. Er verliert Polinas Einsatz jedoch schließlich. Zugleich steigert sich seine Unterwerfung unter sie. Um seine Bereitschaft zum bedingungslosen Gehorsam zu prüfen, fordert Polina ihn auf, ein deutsches Baronspaar öffentlich zu provozieren. Alexej führt den unsinnigen Auftrag aus. Der Baron beschwert sich beim General, der einen Skandal fürchtet und Alexej entlässt. De Grieux versucht anschließend, ihn von weiteren Schritten gegen den Baron abzuhalten, während Polina ihm schriftlich befiehlt, die Angelegenheit ruhen zu lassen.

Die Erwartungen der Familie werden plötzlich zunichtegemacht, als die angeblich sterbende Antonida Wassiljewna selbst in Roulettenburg eintrifft. Die energische alte Dame hat von den Telegrammen erfahren, mit denen sich der General nach ihrem Gesundheitszustand erkundigt hat, und erkennt sofort, dass alle auf ihr Geld warten. Sie verspottet den General, durchschaut Blanches Berechnung und behandelt de Grieux mit Misstrauen. Zu Alexej fasst sie dagegen Vertrauen und lässt sich von ihm die Stadt zeigen. Dabei will sie auch das Kasino kennenlernen. Am Roulettetisch gewinnt sie zunächst eine beträchtliche Summe und ist von ihrem Erfolg begeistert.

Trotz aller Warnungen kehrt Antonida zum Spiel zurück. Aus Neugier und Trotz wird rasch Besessenheit. Sie ignoriert Alexejs Ratschläge, setzt immer höhere Beträge und lässt sich zeitweise von aufdringlichen Spielern beeinflussen. Nachdem sie einen großen Teil des mitgebrachten Geldes verloren hat, reist sie nach Moskau zurück. Vorher macht sie deutlich, dass der General nicht sicher mit einem Erbe rechnen kann, und bietet Polina an, sich von ihrer Familie zu lösen und zu ihr zu kommen. Polina nimmt dieses Angebot nicht an. Für den General bedeutet die Abreise der alten Dame den Zusammenbruch seiner Hoffnungen: Blanche verliert das Interesse an ihm, und de Grieux bereitet seine Abreise vor.

Polina erhält von de Grieux einen Abschiedsbrief. Er erklärt, wegen der veränderten finanziellen Lage nicht länger an eine gemeinsame Zukunft glauben zu können. Zugleich erlässt er dem General einen Teil seiner Schuld in Höhe von fünfzigtausend Franken und stellt dies als großzügige Handlung gegenüber Polina dar. Für sie ist diese Geste eine Demütigung. Sie möchte de Grieux das Geld zurückgeben und ihn dadurch von sich weisen, besitzt die Summe aber nicht. Als sie Alexej den Brief zeigt, läuft er in höchster Erregung ins Kasino. Dort setzt er immer größere Beträge, gewinnt an mehreren Tischen und kehrt schließlich mit zweihunderttausend Franken zurück.

Alexej bietet Polina die benötigten fünfzigtausend Franken an. Er betrachtet den Gewinn als Beweis seiner Hingabe, doch Polina fürchtet, von ihm ebenso gekauft zu werden wie zuvor von de Grieux. In einem fieberhaften Wechsel aus Nähe, Spott und Verzweiflung verbringt sie die Nacht in Alexejs Zimmer. Am Morgen verlangt sie das Geld, wirft ihm die Banknoten jedoch ins Gesicht und flieht. Sie sucht Schutz bei Mister Astley, einem wohlhabenden, zurückhaltenden Engländer, der sie liebt und dem sie schon zuvor vertraut hat. Alexej erkennt kaum, dass Polina krank und innerlich erschüttert ist. Der Rausch seines Gewinns hat seine Liebe bereits in den Hintergrund gedrängt.

Kurz darauf lädt Blanche Alexej ein, mit ihr nach Paris zu reisen. Er folgt ihr und überlässt ihr einen großen Teil seines Vermögens. Innerhalb weniger Wochen verwendet sie das Geld für Wohnung, Kleidung, Vergnügungen und gesellschaftliche Pläne. Der General reist ihr nach und wird von ihr wieder freundlich aufgenommen. Nachdem Alexejs Gewinn weitgehend verbraucht ist, heiratet Blanche den General, der sich weiterhin Hoffnungen auf das Vermögen seiner Verwandten macht. Alexej trennt sich von Blanche mit einem kleinen Geldrest. Statt nach Russland zurückzukehren oder Polina zu suchen, zieht es ihn erneut zu den Spielbanken.

In den folgenden zwanzig Monaten verspielt Alexej wiederholt alles, arbeitet zeitweise als Sekretär und Diener und kommt wegen einer unbezahlten Schuld sogar ins Gefängnis. In Homburg trifft er schließlich Mister Astley. Dieser berichtet, Antonida sei inzwischen gestorben und habe Polina sowie deren Geschwister testamentarisch bedacht. Polina lebe nach längerer Krankheit in der Schweiz; der General sei in Paris gestorben, nachdem Blanche sich sein Erbe gesichert habe. Astley offenbart Alexej außerdem, dass Polina ihn geliebt habe und noch immer an ihn denke. Dennoch hält er Alexej für unfähig, sich vom Glücksspiel zu lösen. Er gibt ihm zehn Louisdor. Alexej erklärt, er werde sich ändern und zu Polina reisen, denkt aber sofort daran, mit dem Geld erneut zu spielen. Noch immer glaubt er, eine einzige glückliche Runde könne sein Leben wenden und seine verlorene Zukunft wiederherstellen.

Automatisch erstellt am 12.08.2026, 01:23 Uhr.

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Vorstellung im Literaturkreis

Vorgestellt von Elisabeth
11. Januar 2023
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